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Metakommunikation - Kommunikationsstil

joost

MPU Profi
Nach den Erfahrungen mit Usern wie mpu2025 möchte ich einladen, mal eine Ebene höher zu gehen: Kommunikationsstil (jenseits der MPU-relevanten Inhalte). Wir haben uns ja ganz schön beharkt, die emotionale Inbrunst wurde spürbar stärker und vllt macht es Sinn, auf die Prozesse dahinter zu achten.



Was mir aufgefallen ist, hier und im VP-Forum, wo mpu2025 als Tannhäuser weitermachte (mit ähnlichen Auswirkungen):

Aus einer ursprünglichen Beratungsabsicht wurde ein Machtkampf, der TE versuchte weiterhin, das Forum zu spalten (teils erfolgreich). Was also ist passiert?
Ich glaube, keiner hier opfert seine Zeit ohne wichtigen Grund, wir haben alle unsere eigenen Antreiber beim Helfen. Die können darin bestehen, Selbstwirksamkeit zu spüren (ich kann helfen), das Ego zu polieren (ich bin der mit mehr Ahnung) oder auch Machtmotive auszuleben (ich bestimme, wo es langgeht). Und sicher noch ganz andere, vllt wäre es das spannend, bei sich selbst mal genau nachzuschauen.

Pathologische Narzissten (oder Spaßvögel, das lässt sich nicht unbedingt sagen) boykottieren all diese eigenen Bedürfnisse:
Einem "ich kann helfen" begegnet er mit dem Entzug dieser Selbstwirksamkeit durch vollkommene Beratungsresistenz, er löst damit Hilflosigkeit bei den Beratenden hervor. Aber: kurz bevor der Beratende aufgibt, wirft der Narzisst (oder Spaßvogel) ein Häppchen Selbstwirksamkeit hin ("schau, jetzt hast du mir weitergeholfen"), um ihn bei der Stange zu halten. Gelingt das nicht, wartet er auf einen anderen (meist eher unerfahrene Mitglieder), dem er dann "Selbstwirksamkeit" zugesteht, um damit das Forum zu spalten (ein schönes Beispiel aus dem VP-Forum: den alterfahrenen Beratern wirft er Unfähigkeit vor und zugleich lobt er Neueinsteiger, die sich bisschen auf seine Seite werfen*). Dieses Muster ist immer wieder zu finden.
Ego-Politur: statt sich auf Inhalte einzulassen, geht er auf die Ebene des Machtkampfes, indem er jede Aussage hinterfragt und "Dinge besser weiß". Er stellt sich als "Experte" über die Helfenden. Dabei geht es schon lange nicht mehr um eine MPU, sondern um Autorität. Da wären wir auch gleich beim Machtmotiv. Er stellt die fachliche Überlegenheit der Helfer massiv in Frage und versucht, in die Steuerung hinsichtlich Inhalte und Gesprächsablauf zu kommen.
Die Strategien sind in üblicher Gaslighing-Manier: Worte umdrehen, Inhalte aus dem Kontext reißen, glatte (und auch nachweisbare) Lügen, massive Selbsterhöhung, Diskreditierung andere, gegenseitiges Ausspielen.

Ich würde dazu einladen, den MPU2025-Fred mal auf solche Muster hin durchzulesen, auch gern drüben im VP-Forum.

Und dann dürften wir auch ein Gefühl bekommen, wie wir solchen Menschen begegnen:
1) davon ausgehen, dass 70% aller Aussagen erstunken und erlogen sind oder überspezifische Dementi (incl. einer nun wirklich nicht spürbaren Hochbegabung z.B.)
2) davon ausgehen, dass Hilfe gar nicht erwünscht ist, sondern das Ziel ist, als Sieger aus der Debatte herauszugehen.
3) damit ist auch der "Auftrag" an uns eine Lüge.

Was wir machen könnten: entweder ignorieren oder versuchen, an die ganz kurze Leine zu legen. Keine Debatte. Rückfragen und erst, wenn eine Frage irgendwie zielführend beantwortet wurde, die nächste stellen. In der Steuerung bleiben. Massiv und debattenlos.
Wenn Du einem Narzissten (oder Spaßvogel) bisschen Futter hinwirfst (Verständnis z.B., oder Würdigung), grinst er drüber, belohnt dich kurz, um dann wieder in den Machtkampf zu gehen. Auf sowas dürfen wir nicht reinfallen (Klarheit über eigene Motive!).

Und eben von Anfang an davon ausgehen, dass wir entweder gar keinen echten Auftrag haben oder eben ein, zwei, drei ... geschossene MPUs zur Therapie gehören UND es nicht unser Problem ist. Bei erkennbaren Spaltungsversuchen (da zählt dann auch die jammernd zelebrierte Opferrolle dazu) gleich hier auf diesen Thread verweisen^^

Und ansonsten:
Zurücklehnen, Muster erkennen, ggf. eigene Bedürfnisse wertschätzen und trösten :smiley1659:
...
weiteratmen :)

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* auch aus ggf. auch aus Mitleid. Siehe: zelebrierte Opferrolle
 
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Ich danke "joost" für diesen sehr wichtigen Beitrag, dem ich mich in allen Punkten anschließe.
Ich pinne den Thread, damit er schnell gesehen/gefunden werden kann, da im Laufe der Zeit immer mal neue Themen in der Quasselecke hinzukommen.
 
Auch von mir ein großes „danke“ für diesen Thread.

Ich gebe nur zu bedenken, dass es auch Hilfesuchende gibt, die in der ersten Zeit mehr als schwierig sind, etwa weil sie aggressiv reagieren oder auch (erstmal) alles hinterfragen, also debattieren, ohne Machtmotiv sondern eher aus „Ohnmacht“ weil sie im Moment vor einem Berg von Problemen und Fragen stehen und ggf. das alles was ihnen bevorsteht erstmal gar nicht wahrhaben wollen/können.

Diesen Usern muss man trotz allem helfen, auch wenn die eine oder andere Diskussion ggf. sogar ausartet.

Anders bei Usern wie @mpu2025. Hier ist nach einer gewissen Zeit meiner Meinung nach auch die Moderation gefragt um so ein Drama zu beenden.

Denn, einem unerfahrenen User kannst Du nicht „den Mund verbieten“ weil er einfach helfen möchte. Obwohl es, wie in diesem Fall, kontraproduktiv ist, war oder wäre.

Nur wann erkennt man tatsächlich den Unterschied zwischen den beiden unterschiedlichen Hilfesuchenden? Bei @mpu2025 war es nach schneller Zeit klar ersichtlich, aber bei anderen möchte ich mir nicht anmaßen zu unterscheiden.

Schwierige Sache… :(
 
Schwierige Sache…
Du, glaube ich nicht mal...
Ich denke, wir können hier unserem Gefühl vertrauen. "Sauer werden" ist oft ein ganz hilfreicher Ansatz^^
Und so richtig nötig wirds eh bei nur bei krassen Fällen, ich gebe da immer im entsprechenden Beitrag schon mal Feedback, so dass jede/r an sich prüfen kann, obs ihm/ihr ähnlich geht... (letztens auch @Brett).
Grenzfälle können wir in aller Regel noch gut abfangen, wie die Forenhistorie zeigt, auch durch eine gewisse Varianz in den Reaktionen. Irgendwie ergibt sich ja oft ganz automatisch ein hilfreiches Muster "böser Bulle" - "guter Bulle" :)

Bei @mpu2025 war es nach schneller Zeit klar ersichtlich
für genau sowas wirds wichtig, ja.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich betreue auch ein Berufs Forum und mit der Zeit erkennt man Trolle recht schnell.
Nancy macht einen guten Moderatoren Job und bei dem MPU User hätte ich persönlich schon früher die Sperre eingeleitet …
Ein Thema MPU darf man nicht vergessen, dass wir durch ein Fehltritt in diese Situation geraten sind und es gibt dann immer noch einige, die die Schuld bei anderen suchen, verharmlosen und noch weit weg von einer Aufsrbeitung sind. Ich habe in meiner Zeit hier im Forum erfahren das ihr Stamm User genau den Finger in die Wunde legt um Schnell an den Kern der Frage und auch zügig weiter zu kommen.

Das erschreckt einige neue erst mal insbesondere dann wenn sie nicht von vornherein ernsthaft und wirklich an Hilfe interessiert sind und dann natürlich die Bereitschaft nicht da ist dahin zu sehen wo es wirklich weh tut - nämlich dahin wo die Ursache des Problems ist.

Diese Antworten entweder nicht mehr und sind nach 2 Beiträgen weg oder fangen an richtig rum zu stänkern. Ich für meinen Teil antworte dann nicht mehr - das bringt nichts und gießt nur Öl ins Feuer.
Und es wäre schön wenn die Trolle dann nicht noch mit Beiträgen gefüttert werden sondern die Beiträge gemeldet werden. Nun können Moderatoren nicht 24/7 online sein und so lange solche Menschen die das Forum spalten die Ausnahme bleiben ist doch alles gut ..
Ihr Stamm User seit lange genug dabei um solche User schnell zu entlarven und diesen respektvoll und höflich zu begegnen. Danke dafür !
 
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