6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Ich bin öfter unter Alkoholeinfluss gefahren. Bei all den hochriskanten Alkoholfahrten bin ich bis zur 1 TF nicht Aufgefallen.
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
Alkohol habe ich hauptsächlich als, Problem Löser, (verdrängen meiner Gefühle, des alleine seins und der Sorgen des verlassen werden, verdrängen und wegschieben von Streitigkeiten Konsumiert. Ich wollte der Realität und der Wahrheit oft schlecht bis gar nicht ins Gesicht blicken. Als mein Vater uns Verlies und den Kontakt abgebrochen hatte musste ich schnell Erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Arbeiten die zuhause anfielen mussten von mir und meine Schwestern erledigt werden, Geschah dies nicht drohten Hausarrest, Zimmerarrest oder des verbot meinen Sport nachzugehen (Fußball im Verein). Für Gefühle oder Ängste hatte meine Mutter keine Zeit. Probleme wurden nie ausgesprochen oder thematisiert und somit Tod geschwiegen, und unter den Tisch gekehrt. So konnte ich eine emotionale Beziehung mit einer Erwachsenen Person nie aufbauen. Ich habe nie gelernt mich zu öffnen und meine Sorge und Ängste richtig auszusprechen oder ehrlich zu kommuniziere, Ich konnte mich nie öffnen da ich es in meiner Kindheit von meiner Mutter immer vorgelebt bekommen habe, dass man seine Sorgen nicht öffentlich Kund tut, weil man sonst in der Gesellschaft Unter geht und als schwach angesehen wird. Ich habe in frühster Kindheit gelernt das in meiner Familie Probleme mit Alkohol verdrängt wurden und Konflikte nie offen und ehrlich angegangen worden sind, sondern sie wurden unter den Teppich gekehrt. Mir wurde nie wirklich zu getraut dass ich es schaffen könnte einen Beruf zu erlernen und dort Erfolgreich zu sein. In der Schule war ich nicht der Beste und meine Noten waren meist Unterdurchschnittlich, dadurch musste ich mir regelmäßig von meinen Lehrern und meiner Mutter anhören dass aus mir nie was werden würde. Das Nagte immer sehr an meinem Selbstwertgefühl.
Streitereien mit der Familie schob ich vor mir her, da diese mich überforderten. Zu dieser Zeit versuchte ich durch Rebellion irgendwie auf mich aufmerksam zu machen. Dies schadete jedoch der Beziehung zu meiner Mutter immer mehr. Später unterdrückte ich meine Überforderungen in extremen Stress Situationen und der körperlichen Belastung meines Berufes. Das Bedürfnis immer stark zu sein und keine Angriffsfläche zu bieten zog sich wie ein Roter Faden durch mein Leben. Ich missbrauchte den Alkohol als Ventil um alles zu vergessen und letzten Endes vor mir herzuschieben um mich ja nicht damit auseinandersetzen und/oder damit befassen zu müssen. Ich machte alle Konflikte mit mir selbst aus. (Zumindest dachte ich das). Ich Fraß alles in mich rein. Ich wollte es meiner Familie immer beweisen das ich es alleine schaffe und alles im Griff habe. Ich habe versucht über meine Beruflichen Laufbahn Aufmerksamkeit von meiner Familie zu bekommen, dass ich mein Leben perfekt sei, weil sie mir es nie zugetraut haben Privaten sowie beruflichen Erfolg zu haben.
In meinem Beruf konsumierte ich Alkohol um Anschluss an Arbeitskollegen zu bekommen um nicht alleine zu sein. Ich konsumierte ihn um mich in der Gruppe zu profilieren und einen vermeintlich gewissen Platz dort einzunehmen. Persönliche Beleidigungen meiner Chefs waren an der Tagesordnung, wenn es nicht so lief wie er sich es Vorstellte und zogen mich oft runter und ich fühlte mich als ein nichts.
Ich wollte keine Schwäche nach außen zeigen. Über die Schattenseiten der Sternegastronomie habe ich nie gesprochen, denn dann hätte ich zugeben müssen das es nicht immer schöne Zeiten gegeben hat und der druck sehr hoch war. Das man als angestellter nicht viel wert war, außer eine billige Arbeitskraft und schnell weg vom Fenster ist, wenn man Gefühle oder Private Probleme mit auf die Arbeit nehmen würde. Es Zählte nur 100% Leistung.
Als unser Kind geboren wurde war die Freude riesig und die Welt war scheinbar in Ordnung. Doch tief in mir verspürte ich große Unsicherheit, werde ich meiner Rolle als Vater gerecht? Bin ich in der Lage es besser zu machen wie meine Eltern? Welche Fehler haben mich als Kind negativ beeinflusst die ich auf alle Fälle vermeiden will? Ich setzte mich unterbewusst selbst sehr unter Druck. Viele negative Erinnerungen kamen immer wieder zum Vorschein.
Im Alltag drehte sich alles um unser Kind und es war gefühlt keine Zeit für mehr, um unsere eigenen Bedürfnisse als Ehepaar auszuleben der zu erfüllen. Stück für Stück lebten wir uns auseinander, und wir merkten es nicht einmal. Wir lebten wir zwar in einer Hässlichen Gemeinschaft, eine Ehe war dies aber nicht mehr.
Wir nahmen uns keine gemeinsame Zeit mehr um uns etwas Gutes zu tun. Jeder kam nur noch seinen Pflichten nach. (Kind, Haus, Arbeit). Ich dachte einige male darüber nach, dieses Thema anzusprechen, schob es aber immer wieder vor mir her, da ich nicht wusste wie ich es ansprechen soll. Wie all die Jahre zuvor wenn es schwierig wurde, verdrängte ich meine Gefühle und Gedanken um einen eventuellen Streit aus dem weg zu gehen, weil ich schon in meiner Kindheit nicht lernte mit meinen Sorgen herauszukommen und darüber zu sprechen. Ich hatte Angst meine Frau damit zu verletzen und wollt dass sie nicht denkt, dass ich glaube unser Kind sei dran schuld. Diese Gedanken frass ich in mich hinein, unterdrückte sie und schob sie vor mir weg. Ich fing wieder das trinken an und erhöhte die Menge schnell.
Durch den wieder erhöhten Alkoholkonsum wurde das Verhältnis immer schlechte zwischen mir und meiner Frau. Es kam immer regelmäßiger und häufiger zu Streitigkeiten. Das größte Streitthema war mein Alkoholkonsum, sie glaubte mir mein fadenscheinigen aus reden die ich ihr präsentierte nicht mehr. (Es sei nur eine Phase, ich hatte großen Stress in der Arbeit) Sie bat mich mehrmals professionelle Hilfe zu holen um mein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen, Darauf reagierte ich mit Ablehnung und Wut und nahm dies als ein Angriff auf mich selbst war. Ich leugnete die Warnsignale meiner Frau und nahm sie nicht ernst. Im Februar 2024 sagte sie mir, sie könne so nicht weitermachen und sie trennt sich von mir um sich selbst und unser Kind vor mir zu schützen. Da versank ich im Gefühlschaos. Ich habe als Ehemann und Vater versagt, alles was ich in meinem Leben besser machen wollte als meine Eltern ist gescheitert. Es mischte sich Wut, Enttäuschung und die sorge und Angst ein. Wie soll es weitergehen mit der Erziehung unseres gemeinsamen Kindes, werde ich es regelmäßig sehen dürfen? Habe ich dann noch ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen? oder würde sie mich übergehen. Ich hatte große Angst das sie mir mein Kind entziehen könnte und ein Umgangsverbot erwirken wollen würde. All diese Gedanken machten mich fertig und zogen mich immer weiter runter. Die Finanzielle Lage (was passiert mit dem gemeinsamen Haus) kam zu dem noch oben drauf. Die Häusliche Trennung war für mich der Supergau der Gefühle und ich verlor das bisschen Kontrolle das ich noch über mich hatte völlig. Das hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen und ich Tank immer mehr um diese negativen Schmerzen und Ängste die mich innerlich zerstörten, aus meinem Kopf zu bekommen. Alte Trinkgewohnheiten waren wieder zu 100% da und der Alkohol diente mir als Seelentröster wie ich es Jahre davor auch schon immer gemacht habe, wenn das Leben gerade mal wieder schwierig war.
Wir vereinbarten das mein Kind alle 4 Tage am Wochenende zu mir kommt und bei mir schläft. Anfangs vermied ich das trinken wenn er bei mir war, was gut funktionierte. Mit den Wochen scheiterte aber auch dieses vorhaben dass ich mir als Ziel gesetzt habe.
Als mein Kind eines Tages zu mir kam und merkte das ich Getrunken hatte wollte es nicht bei mir bleiben und fuhr mit seiner Mutter wieder nach Hause. Meine Frau sagte mir wenn ich weiter so mache dürfte ich ihn nur noch in Begleitung von ihr sehen.
Ich wollte meinem Kind immer eine Perfekte Familie bieten. Ich wollte ihm das Gefühl geben dass er immer zu mir kommen kann egal welche Sorgen und Bedürfnisse er hat und nicht die Angst haben muss das ich ihn nicht ernst nehmen würde, so wie es bei mir war. Ich wollte ihm mehr Geborgenheit geben als ich in der Kindheit selbst hatte. Mein Anspruch war ihm ein besserer Vater zu sein wie ich ihn selber hatte. Ich habe Versagt und der Gedanke und das Gefühl alles falsch gemacht zu haben was ich mir als Ziel gesetzt hatte war für mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ertragbar. Ich verkroch mich immer mehr in Selbstmittleid und Selbstzweifel.
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Bei wenig Alkohol habe ich eine beruhigende Wirkung verspürt, ich wurde lockerer sah alles nicht mehr so verbissen, eine gewisse Entspannung trat ein. Mit dem gesteigerten Abholgenuss grübelte ich viel über vieles nach, zweifelte viel an mir und redete mir meine Probleme, Ängste und Sorgen am Ende immer schön, Hauptsache ich musste der Realität und Wahrheit nicht ins Auge sehen. Dadurch konnte ich gefühlt besser verdrängen, der Stress viel von mir ab, eine gewisse gleich Gültigkeit setzte ein. Dies funktionierte allerdings nur am Angang meiner Alkoholhistorie und nur für kurze Zeit. Das trügerische war jedoch das mit immer mehr zunehmenden Problemen der Konsum mehr werden musste um den gewünschten Effekt zu erlangen. Dies schlug immer mehr in missbräuchlichen Konsum und ins Gegenteil um. Ich versank immer öfter in Selbstmitleid, Selbst Hass, Traurigkeit. Aus dieser Situation kam ich nicht mehr raus. Ich Überschätzte mich selbst und nahm Gefahren nicht mehr wahr. Meine Risikobereitschaft stieg immer mehr an. Ich Stellte alles in Frage, wurde Unzufrieden und teilweise wütend. Andere Meinungen wollte ich nicht akzeptieren. Ein normales Gespräch war nicht mehr möglich, da ich alles als Angriff auf meine Person sah. Mit gesteigertem Konsum verschwamm meine Wahrnehmung immer mehr und ich entwickelte eine hohe Giftfestigkeit. Am Tag nach dem Konsum ging es mir schlecht, Kopfschmerzen, Unwohlsein. Ich war antriebslos und es war nichts mit mir anzufangen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen gegen über andere Menschen. Ich funktionierte irgendwie, kam meinen Pflichten nur mäßig nach. Dies hielt mich aber nicht davon ab immer wieder mein Verlangen nach Alkohol zu befriedigen und nahm den nächsten Tag billigend in Kauf das es mir nicht gut gehen würde. Heute ist mir bewusst dass ich Jahrelang versucht habe mit meine sozialen Defizite mit Alkohol herunter zu Spülen und zu verdrängen. Ich habe sehr viel Lebenszeit sinnlos verschwendet, Dies ist mir heute klar und ich möchte niemals mehr in diesen Zustand zurückkehren.
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)
Ein Rückfall in alten Gewohnheiten kann möglich sein. Ich habe heute die Hintergründe für meinen Alkoholmissbrauch aufgearbeitet. Mir ist bewusst dass die Auslöser für meinen Alkoholkonsum (Verdrängen und Verharmlosen von Unangenehmen Themen war) dass ich bei Stress und Streitigkeiten dazu geneigt habe den weg des geringsten Wiederstands zu gehen um für mich unangenehmen Themen schnellst möglich aus dem Weg zu gehen. Mir ist bewusst dass schwierige Situationen im Leben immer wieder auftreten werden. Ich stelle mich diesen Herausforderungen und gehe sie offen und selbstbewusst an. Ich ducke mich nicht mehr weg und stehe für mich ein, egal wie unangenehm das Thema sein wird. Durch die Suchtberatung habe ich Selbstbewusstsein bekommen, da ich mich geöffnet habe und dinge die ich mein Leben lang verdrängt habe offen angesprochen habe. Ich bin mir nicht mehr zu Stolz fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ich habe neuen Ausgleich gefunden in dem ich 3mal Wöchentlich Joggen gehe und mir dies sehr Gut tut, nicht nur Gesundheitlich sondern auch geistig. Ich kann mich dort aus powern an meine Grenzen gehen und setze mir immer neue Ziele die ich selbst in der Hand habe.
Ich denke Nüchtern über alles nach und verkrieche mich nicht mehr in meiner selbst erschaffenen Blase, die mich viele Jahre daran gehindert hat für mich einzustehen.
Deswegen bin ich davon überzeugt das ich sehr gut gerüstet bin um meine alten Gewohnheiten endlich durchbrochen zu haben. Ich muss niemanden mehr etwas beweisen oder jemanden gefallen um Anerkennung zu bekommen.
Ich bin öfter unter Alkoholeinfluss gefahren. Bei all den hochriskanten Alkoholfahrten bin ich bis zur 1 TF nicht Aufgefallen.
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
Alkohol habe ich hauptsächlich als, Problem Löser, (verdrängen meiner Gefühle, des alleine seins und der Sorgen des verlassen werden, verdrängen und wegschieben von Streitigkeiten Konsumiert. Ich wollte der Realität und der Wahrheit oft schlecht bis gar nicht ins Gesicht blicken. Als mein Vater uns Verlies und den Kontakt abgebrochen hatte musste ich schnell Erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Arbeiten die zuhause anfielen mussten von mir und meine Schwestern erledigt werden, Geschah dies nicht drohten Hausarrest, Zimmerarrest oder des verbot meinen Sport nachzugehen (Fußball im Verein). Für Gefühle oder Ängste hatte meine Mutter keine Zeit. Probleme wurden nie ausgesprochen oder thematisiert und somit Tod geschwiegen, und unter den Tisch gekehrt. So konnte ich eine emotionale Beziehung mit einer Erwachsenen Person nie aufbauen. Ich habe nie gelernt mich zu öffnen und meine Sorge und Ängste richtig auszusprechen oder ehrlich zu kommuniziere, Ich konnte mich nie öffnen da ich es in meiner Kindheit von meiner Mutter immer vorgelebt bekommen habe, dass man seine Sorgen nicht öffentlich Kund tut, weil man sonst in der Gesellschaft Unter geht und als schwach angesehen wird. Ich habe in frühster Kindheit gelernt das in meiner Familie Probleme mit Alkohol verdrängt wurden und Konflikte nie offen und ehrlich angegangen worden sind, sondern sie wurden unter den Teppich gekehrt. Mir wurde nie wirklich zu getraut dass ich es schaffen könnte einen Beruf zu erlernen und dort Erfolgreich zu sein. In der Schule war ich nicht der Beste und meine Noten waren meist Unterdurchschnittlich, dadurch musste ich mir regelmäßig von meinen Lehrern und meiner Mutter anhören dass aus mir nie was werden würde. Das Nagte immer sehr an meinem Selbstwertgefühl.
Streitereien mit der Familie schob ich vor mir her, da diese mich überforderten. Zu dieser Zeit versuchte ich durch Rebellion irgendwie auf mich aufmerksam zu machen. Dies schadete jedoch der Beziehung zu meiner Mutter immer mehr. Später unterdrückte ich meine Überforderungen in extremen Stress Situationen und der körperlichen Belastung meines Berufes. Das Bedürfnis immer stark zu sein und keine Angriffsfläche zu bieten zog sich wie ein Roter Faden durch mein Leben. Ich missbrauchte den Alkohol als Ventil um alles zu vergessen und letzten Endes vor mir herzuschieben um mich ja nicht damit auseinandersetzen und/oder damit befassen zu müssen. Ich machte alle Konflikte mit mir selbst aus. (Zumindest dachte ich das). Ich Fraß alles in mich rein. Ich wollte es meiner Familie immer beweisen das ich es alleine schaffe und alles im Griff habe. Ich habe versucht über meine Beruflichen Laufbahn Aufmerksamkeit von meiner Familie zu bekommen, dass ich mein Leben perfekt sei, weil sie mir es nie zugetraut haben Privaten sowie beruflichen Erfolg zu haben.
In meinem Beruf konsumierte ich Alkohol um Anschluss an Arbeitskollegen zu bekommen um nicht alleine zu sein. Ich konsumierte ihn um mich in der Gruppe zu profilieren und einen vermeintlich gewissen Platz dort einzunehmen. Persönliche Beleidigungen meiner Chefs waren an der Tagesordnung, wenn es nicht so lief wie er sich es Vorstellte und zogen mich oft runter und ich fühlte mich als ein nichts.
Ich wollte keine Schwäche nach außen zeigen. Über die Schattenseiten der Sternegastronomie habe ich nie gesprochen, denn dann hätte ich zugeben müssen das es nicht immer schöne Zeiten gegeben hat und der druck sehr hoch war. Das man als angestellter nicht viel wert war, außer eine billige Arbeitskraft und schnell weg vom Fenster ist, wenn man Gefühle oder Private Probleme mit auf die Arbeit nehmen würde. Es Zählte nur 100% Leistung.
Als unser Kind geboren wurde war die Freude riesig und die Welt war scheinbar in Ordnung. Doch tief in mir verspürte ich große Unsicherheit, werde ich meiner Rolle als Vater gerecht? Bin ich in der Lage es besser zu machen wie meine Eltern? Welche Fehler haben mich als Kind negativ beeinflusst die ich auf alle Fälle vermeiden will? Ich setzte mich unterbewusst selbst sehr unter Druck. Viele negative Erinnerungen kamen immer wieder zum Vorschein.
Im Alltag drehte sich alles um unser Kind und es war gefühlt keine Zeit für mehr, um unsere eigenen Bedürfnisse als Ehepaar auszuleben der zu erfüllen. Stück für Stück lebten wir uns auseinander, und wir merkten es nicht einmal. Wir lebten wir zwar in einer Hässlichen Gemeinschaft, eine Ehe war dies aber nicht mehr.
Wir nahmen uns keine gemeinsame Zeit mehr um uns etwas Gutes zu tun. Jeder kam nur noch seinen Pflichten nach. (Kind, Haus, Arbeit). Ich dachte einige male darüber nach, dieses Thema anzusprechen, schob es aber immer wieder vor mir her, da ich nicht wusste wie ich es ansprechen soll. Wie all die Jahre zuvor wenn es schwierig wurde, verdrängte ich meine Gefühle und Gedanken um einen eventuellen Streit aus dem weg zu gehen, weil ich schon in meiner Kindheit nicht lernte mit meinen Sorgen herauszukommen und darüber zu sprechen. Ich hatte Angst meine Frau damit zu verletzen und wollt dass sie nicht denkt, dass ich glaube unser Kind sei dran schuld. Diese Gedanken frass ich in mich hinein, unterdrückte sie und schob sie vor mir weg. Ich fing wieder das trinken an und erhöhte die Menge schnell.
Durch den wieder erhöhten Alkoholkonsum wurde das Verhältnis immer schlechte zwischen mir und meiner Frau. Es kam immer regelmäßiger und häufiger zu Streitigkeiten. Das größte Streitthema war mein Alkoholkonsum, sie glaubte mir mein fadenscheinigen aus reden die ich ihr präsentierte nicht mehr. (Es sei nur eine Phase, ich hatte großen Stress in der Arbeit) Sie bat mich mehrmals professionelle Hilfe zu holen um mein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen, Darauf reagierte ich mit Ablehnung und Wut und nahm dies als ein Angriff auf mich selbst war. Ich leugnete die Warnsignale meiner Frau und nahm sie nicht ernst. Im Februar 2024 sagte sie mir, sie könne so nicht weitermachen und sie trennt sich von mir um sich selbst und unser Kind vor mir zu schützen. Da versank ich im Gefühlschaos. Ich habe als Ehemann und Vater versagt, alles was ich in meinem Leben besser machen wollte als meine Eltern ist gescheitert. Es mischte sich Wut, Enttäuschung und die sorge und Angst ein. Wie soll es weitergehen mit der Erziehung unseres gemeinsamen Kindes, werde ich es regelmäßig sehen dürfen? Habe ich dann noch ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen? oder würde sie mich übergehen. Ich hatte große Angst das sie mir mein Kind entziehen könnte und ein Umgangsverbot erwirken wollen würde. All diese Gedanken machten mich fertig und zogen mich immer weiter runter. Die Finanzielle Lage (was passiert mit dem gemeinsamen Haus) kam zu dem noch oben drauf. Die Häusliche Trennung war für mich der Supergau der Gefühle und ich verlor das bisschen Kontrolle das ich noch über mich hatte völlig. Das hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen und ich Tank immer mehr um diese negativen Schmerzen und Ängste die mich innerlich zerstörten, aus meinem Kopf zu bekommen. Alte Trinkgewohnheiten waren wieder zu 100% da und der Alkohol diente mir als Seelentröster wie ich es Jahre davor auch schon immer gemacht habe, wenn das Leben gerade mal wieder schwierig war.
Wir vereinbarten das mein Kind alle 4 Tage am Wochenende zu mir kommt und bei mir schläft. Anfangs vermied ich das trinken wenn er bei mir war, was gut funktionierte. Mit den Wochen scheiterte aber auch dieses vorhaben dass ich mir als Ziel gesetzt habe.
Als mein Kind eines Tages zu mir kam und merkte das ich Getrunken hatte wollte es nicht bei mir bleiben und fuhr mit seiner Mutter wieder nach Hause. Meine Frau sagte mir wenn ich weiter so mache dürfte ich ihn nur noch in Begleitung von ihr sehen.
Ich wollte meinem Kind immer eine Perfekte Familie bieten. Ich wollte ihm das Gefühl geben dass er immer zu mir kommen kann egal welche Sorgen und Bedürfnisse er hat und nicht die Angst haben muss das ich ihn nicht ernst nehmen würde, so wie es bei mir war. Ich wollte ihm mehr Geborgenheit geben als ich in der Kindheit selbst hatte. Mein Anspruch war ihm ein besserer Vater zu sein wie ich ihn selber hatte. Ich habe Versagt und der Gedanke und das Gefühl alles falsch gemacht zu haben was ich mir als Ziel gesetzt hatte war für mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ertragbar. Ich verkroch mich immer mehr in Selbstmittleid und Selbstzweifel.
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Bei wenig Alkohol habe ich eine beruhigende Wirkung verspürt, ich wurde lockerer sah alles nicht mehr so verbissen, eine gewisse Entspannung trat ein. Mit dem gesteigerten Abholgenuss grübelte ich viel über vieles nach, zweifelte viel an mir und redete mir meine Probleme, Ängste und Sorgen am Ende immer schön, Hauptsache ich musste der Realität und Wahrheit nicht ins Auge sehen. Dadurch konnte ich gefühlt besser verdrängen, der Stress viel von mir ab, eine gewisse gleich Gültigkeit setzte ein. Dies funktionierte allerdings nur am Angang meiner Alkoholhistorie und nur für kurze Zeit. Das trügerische war jedoch das mit immer mehr zunehmenden Problemen der Konsum mehr werden musste um den gewünschten Effekt zu erlangen. Dies schlug immer mehr in missbräuchlichen Konsum und ins Gegenteil um. Ich versank immer öfter in Selbstmitleid, Selbst Hass, Traurigkeit. Aus dieser Situation kam ich nicht mehr raus. Ich Überschätzte mich selbst und nahm Gefahren nicht mehr wahr. Meine Risikobereitschaft stieg immer mehr an. Ich Stellte alles in Frage, wurde Unzufrieden und teilweise wütend. Andere Meinungen wollte ich nicht akzeptieren. Ein normales Gespräch war nicht mehr möglich, da ich alles als Angriff auf meine Person sah. Mit gesteigertem Konsum verschwamm meine Wahrnehmung immer mehr und ich entwickelte eine hohe Giftfestigkeit. Am Tag nach dem Konsum ging es mir schlecht, Kopfschmerzen, Unwohlsein. Ich war antriebslos und es war nichts mit mir anzufangen. Ich hatte ein schlechtes Gewissen gegen über andere Menschen. Ich funktionierte irgendwie, kam meinen Pflichten nur mäßig nach. Dies hielt mich aber nicht davon ab immer wieder mein Verlangen nach Alkohol zu befriedigen und nahm den nächsten Tag billigend in Kauf das es mir nicht gut gehen würde. Heute ist mir bewusst dass ich Jahrelang versucht habe mit meine sozialen Defizite mit Alkohol herunter zu Spülen und zu verdrängen. Ich habe sehr viel Lebenszeit sinnlos verschwendet, Dies ist mir heute klar und ich möchte niemals mehr in diesen Zustand zurückkehren.
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)
Ein Rückfall in alten Gewohnheiten kann möglich sein. Ich habe heute die Hintergründe für meinen Alkoholmissbrauch aufgearbeitet. Mir ist bewusst dass die Auslöser für meinen Alkoholkonsum (Verdrängen und Verharmlosen von Unangenehmen Themen war) dass ich bei Stress und Streitigkeiten dazu geneigt habe den weg des geringsten Wiederstands zu gehen um für mich unangenehmen Themen schnellst möglich aus dem Weg zu gehen. Mir ist bewusst dass schwierige Situationen im Leben immer wieder auftreten werden. Ich stelle mich diesen Herausforderungen und gehe sie offen und selbstbewusst an. Ich ducke mich nicht mehr weg und stehe für mich ein, egal wie unangenehm das Thema sein wird. Durch die Suchtberatung habe ich Selbstbewusstsein bekommen, da ich mich geöffnet habe und dinge die ich mein Leben lang verdrängt habe offen angesprochen habe. Ich bin mir nicht mehr zu Stolz fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ich habe neuen Ausgleich gefunden in dem ich 3mal Wöchentlich Joggen gehe und mir dies sehr Gut tut, nicht nur Gesundheitlich sondern auch geistig. Ich kann mich dort aus powern an meine Grenzen gehen und setze mir immer neue Ziele die ich selbst in der Hand habe.
Ich denke Nüchtern über alles nach und verkrieche mich nicht mehr in meiner selbst erschaffenen Blase, die mich viele Jahre daran gehindert hat für mich einzustehen.
Deswegen bin ich davon überzeugt das ich sehr gut gerüstet bin um meine alten Gewohnheiten endlich durchbrochen zu haben. Ich muss niemanden mehr etwas beweisen oder jemanden gefallen um Anerkennung zu bekommen.