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MPU wegen Alkohol

mit " Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken? " habe ich verstanden Wo und mit wem haben Sie am meisten getrunken?.

Meine Frau trinkt keinen Alkohol, und klar, es kam ab und zu vor, dass wir Besuch zu Hause hatten und ich mit den Gästen Alkohol getrunken habe. Das war jedoch sehr selten, deswegen habe ich gesagt:
Ah, okay, verstehe.

Ich hatte da die Anmerkungen deiner Frau bzgl. deiner Sauferei im Kopf.
Kamen die also eher z.B. nach den Sauftouren vor…?
Es klingt nun für mich so, als hättest du dich zu Hause, z.B. bei Besuch, zurückgehalten…?
Wenn du mit ihr alleine warst, hast du nicht getrunken ?
So nach dem Motto, dass du keine Streitereien vom Zaun brechen wolltest…?
 
Also, lieber @christ, du merkst nun vielleicht, wie ein psychologisches Gespräch „funktioniert“, wie ein GA tickt und wie Aussagen von dir interpretiert werden können….

Ich finde es toll, wie du hier mitarbeitest !
Und dass du nachfragst !

LG :smiley138:
 
Guten Abend zusammen, ich hoffe, dass ihr einen schönen Tag hattet. Wie ich gestern gesagt habe, werde ich zuerst auf die verschiedenen Anmerkungen reagieren und die Kritik sammeln. Wenn es keine weiteren Kritikpunkte mehr gibt, werde ich meinen Fragebogen mit den gewonnenen Inputs neu ausfüllen.
 
Ah, okay, verstehe.

Ich hatte da die Anmerkungen deiner Frau bzgl. deiner Sauferei im Kopf.
Kamen die also eher z.B. nach den Sauftouren vor…?
Es klingt nun für mich so, als hättest du dich zu Hause, z.B. bei Besuch, zurückgehalten…?
Wenn du mit ihr alleine warst, hast du nicht getrunken ?
So nach dem Motto, dass du keine Streitereien vom Zaun brechen wolltest…?
Meine Frau ist von Natur aus ein sehr ruhiger Mensch. Sie hat mich immer auf mein Trinkverhalten angesprochen, wenn ich nüchtern war. Aber es hat nichts gebracht, und trotzdem hat sie weitergemacht. Es war für mich zu diesem Zeitpunkt schwer zu verstehen, oder ich wollte nicht begreifen, dass mein Umgang mit Alkohol problematisch war. Heute schäme ich mich, ihr so viel Unruhe zugefügt zu haben.


Zu Hause konnte ich sowohl mit Besuchern trinken als auch, wenn wir nur zu zweit zu Hause waren.


Die Trinkanlässe mit Besuchern zu Hause waren nicht so oft, aber allein zu Hause (ohne mittrinkende Person) kam es mit der Zeit sehr häufig vor. Deshalb stand in meiner Antwort auch „allein zu Hause“.
 
Also, lieber @christ, du merkst nun vielleicht, wie ein psychologisches Gespräch „funktioniert“, wie ein GA tickt und wie Aussagen von dir interpretiert werden können….

Ich finde es toll, wie du hier mitarbeitest !
Und dass du nachfragst !

LG :smiley138:
Ja, @Karl-Heinz, ich merke, dass aus einer Antwort viele weitere Fragen entstehen können. Deshalb ist es besser, beim Antworten die dazugehörigen Details zu nennen.


In der Vorbereitung wurde jedoch gesagt, dass man die Antworten möglichst kompakt halten sollte, da es bei der Begutachtung nicht viel Zeit gibt.


Ich kann mich nur bedanken, dass es so ein Forum gibt, und vor allem, dass es Menschen wie euch gibt, die ihre Freizeit nutzen, um anderen zu helfen. Vielen Dank für eure Unterstützung.
 
In der Vorbereitung wurde jedoch gesagt, dass man die Antworten möglichst kompakt halten sollte, da es bei der Begutachtung nicht viel Zeit gibt.
Das stimmt, und zugleich fragt er durchaus manchmal etwas genauer nach, wenn es ihm wichtig erscheint.
Wenn Du hier erfolgreich durch bist, dürfte dich keine Vertiefungsfrage des Gutachters mehr aus dem Gleichgewicht bringen.
 
In der Vorbereitung wurde jedoch gesagt, dass man die Antworten möglichst kompakt halten sollte, da es bei der Begutachtung nicht viel Zeit gibt.
So pauschal ist das nicht richtig.
Ich würde es gern ein wenig differenzieren.

Das merkt der GA sofort, wenn du nur kurz gehaltene Antworten gibt, insbesondere bei dem Motiv und den Vermeidungsstrategien, den Dreh- und Angelpunkten des psychologischen Gesprächs.

Merke grundsätzlich, mal so als Faustformel:
Wenn der GA nachhaken muss, schlecht !
Wenn der GA dich unterbricht, gut !

Es ist seine Aufgabe, das Gespräch zu lenken und zu leiten, es ist ja keine „Unterhaltung“…

Vielleicht noch mal so:
Eine gute psychologische Aufarbeitung sind 100%.
Im Gespräch bringst du ca. 25% ein.
( Die meisten Menschen mit einer positiven Prognose sind eher „enttäuscht“, weil sie gerne noch viel mehr erzählt hätten…)

Aber diese 75% in deinem Kopf, in deiner Seele strahlen dir aus jedem Knopfloch.
Der GA merkt also, dass er bei dir noch sehr viel tiefer gehen könnte, muss es aber nicht, sondern kann das Kriterium abhaken und weitergehen.

Bei einigen Fragen empfiehlt sich die Prämisse „kompakt“.
Denke an, „Wie oft haben sie…und sind nicht aufgefallen ?“ oder „Wie oft waren Sie mit…?“
( So kannst du vielleicht auch besser meine kritischen Anmerkungen verstehen..;) )

Auch dieses ständige, es täte mir ja so Leid, es sei verantwortungslos gewesen etc.
Davon geht der GA aus, sofern keine z.B. antisoziale Persönlichkeitsstörung vorliegt.

Wenn jemand also bei relativ, einfachen formalen Sachfragen ewig „herumschwafelt“, könnte ihm eher der Gedanke kommen, dass der Kunde vom Wesentlichen ablenken möchte..

Verständlich, lieber @christ ?

Zusammenfassend:
Du bist auf einem wirklich guten Weg, und so langsam ergibt sich ein stimmiges Bild.
Großes Lob an dich, einfach ist nämlich nicht, das wissen wir !
 
Das sind oben Beispiele für die Schwierigkeit der deutschen Sprache bzw. der unterschiedlichen Interpretation.
Was heißt früher? Vor der TF oder vor dem MPU-Termin?
Was heißt alleine getrunken? Es war niemand dabei oder ich war der einzige in der Gruppe der getrunken hat?
@joost sollte christ die Klärung in die Antwort einbeziehen wenn es nicht eindeutig ist?
 
ot:

@bernie
Du hast dich im Dezember letzten Jahres angemeldet aufgrund deiner TF mit 2,3 Umdrehungen in 10/25.
Du hast selbst geschrieben, dass du keinerlei Erfahrung mit der sehr komplexen Thematik MPU hast.
Meinst du nicht, dass es für dich sinnvoller ist, dich um deine Aufarbeitung zu kümmern, also bevor du zum „MPU-Profi“ avancierst…?
Das könnte ja durchaus für User auch missgedeutet werden…
Nach deiner MPU, wenn du Erfahrungen gesammelt hast, wäre es eine wirkliche Bereicherung, wenn du dich hier einbringst.
Es könnte ja auch sein, dass du dich um andere User kümmerst, um dich nur nicht deiner Aufarbeitung zu widmen.
Davor würde ich dich gerne bewahren.
LG :smiley138:

ot Ende
 
So pauschal ist das nicht richtig.
Ich würde es gern ein wenig differenzieren.

Das merkt der GA sofort, wenn du nur kurz gehaltene Antworten gibt, insbesondere bei dem Motiv und den Vermeidungsstrategien, den Dreh- und Angelpunkten des psychologischen Gesprächs.

Merke grundsätzlich, mal so als Faustformel:
Wenn der GA nachhaken muss, schlecht !
Wenn der GA dich unterbricht, gut !

Es ist seine Aufgabe, das Gespräch zu lenken und zu leiten, es ist ja keine „Unterhaltung“…

Vielleicht noch mal so:
Eine gute psychologische Aufarbeitung sind 100%.
Im Gespräch bringst du ca. 25% ein.
( Die meisten Menschen mit einer positiven Prognose sind eher „enttäuscht“, weil sie gerne noch viel mehr erzählt hätten…)

Aber diese 75% in deinem Kopf, in deiner Seele strahlen dir aus jedem Knopfloch.
Der GA merkt also, dass er bei dir noch sehr viel tiefer gehen könnte, muss es aber nicht, sondern kann das Kriterium abhaken und weitergehen.

Bei einigen Fragen empfiehlt sich die Prämisse „kompakt“.
Denke an, „Wie oft haben sie…und sind nicht aufgefallen ?“ oder „Wie oft waren Sie mit…?“
( So kannst du vielleicht auch besser meine kritischen Anmerkungen verstehen..;) )

Auch dieses ständige, es täte mir ja so Leid, es sei verantwortungslos gewesen etc.
Davon geht der GA aus, sofern keine z.B. antisoziale Persönlichkeitsstörung vorliegt.

Wenn jemand also bei relativ, einfachen formalen Sachfragen ewig „herumschwafelt“, könnte ihm eher der Gedanke kommen, dass der Kunde vom Wesentlichen ablenken möchte..

Verständlich, lieber @christ ?

Zusammenfassend:
Du bist auf einem wirklich guten Weg, und so langsam ergibt sich ein stimmiges Bild.
Großes Lob an dich, einfach ist nämlich nicht, das wissen wir !
Vielen Dank, @Karl-Heinz, für deine ausführliche Antwort.
 
Hmm, das ist doch Bestandteil jeder guten Erziehung, dass ich nicht, „du bist doof, dumm, hässlich, fett…“
Insgesamt leider noch völlig unzureichend und psychologisch noch nicht schlüssig.
Bedenke, dass die Antwort auf diese Frage der Dreh- und Angelpunkt im psychologischen Gespräch ist ?
Also fundamental wichtig !


Ist das die Antwort auf die Frage…?
Wenn du den gewünschten Effekt erreicht hattest…?


Achte auf die genaue Fragestellung…
Wie haben Sie darauf reagiert…


Achte auch hier bei allen deinen Antworten auf die genaue Fragestellung.


Sicher…?


Also „Nein“, oder ?
Was steht in der Fragestellung ?


Ist das eine Kategorie…?

Gehört das noch zur Frage…?
Danke, @Karl-Heinz. Ich befasse mich jetzt am Wochenende erneut mit meinem FB und berücksichtige dabei deine Anmerkungen.


Ich melde mich wieder, wenn ich damit fertig bin. Euch ein schönes Wochenende.
 
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