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MPU Wiederholungstäter Cannabis mit 1.5ng

Ja ich habe 1 Jahr Abstinenz über einen Facharzt in die MPU eingebracht.
Diese habe ich bestanden also keine Trennungs MPU sondern eine wo ich angebe Abstinent zu bleiben

besten Dank für eure Hilfe
 
Wenn ich die Vorbereitung mache, ist es dann ein Problem, wenn dann 5-6 Monate Zeit bis zur MPU vergehen? Also gibt es da so etwas wie „Fristen“?
Das käme darauf an, wie dich der Gutachter einordnet. D1? Dann sollten nach Abschluss einer Suchttherapie oder vergleichbares noch 6 nachgewiesene Monate bis zur MPU präsentiert werden können (bei insgesamt 15 Monaten). Wenn dich der Gutachter auf eine D2 einschätzt (auch 15 Monate zwischenzeitlich, was von vielen kritisiert wird) oder es eine reine Stabilisierungsmaßnahme war, dann gibt es keine Therapieforderung* bzw. keine "Pufferzeiten". Es käme jetzt auch darauf an, was Dir deine Vorbereitung bestätigt. Aber: hat sie Dir das nicht gesagt?
Und wenn Du auf eine D3 hinarbeitest, brauchst du gar keine besondere Maßnahme, dann ist alles iwie Stabilisierung. Dazu würden gerade auch Deine Nachweiszeiten passen (auch wenn ich das, wie schon geschrieben, ziemlich mutig finde)

Die Gutachter möchten inzwischen wissen, in welche Richtung gearbeitet wurde (D1/2 - D3). Das sollte auf Deinem Zertifikat stehen.

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* an der Stelle benachteiligt die BUK4 den D1- Therapiewilligen massiv gegenüber dem "Selbstheiler". Das ist krude.
Und auch die 15 Monate Nachweisforderung bei D2 bildet den echten Unterschied Sucht - Mißbrauch nicht mehr angemessen ab. Aber was soll man tun? Steht halt mal so drin und die Gutachter sind gehalten, sich daran zu orientieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Damit wir hier nicht durcheinander kommen:

@ Timeless: Es wäre gut, wenn du Joosts Vorschlag nutzen würdest und einen eigenen Thread aufmachen.
Zumindest wenn du sinnvolle Hilfe möchtest :smiley138:

@ Tobi_Bchn:
Es kommt vor allem auf die Vorbereitung an.
Ist derjenige qualifiziert ?
Wenn ja, wie ist derjenige qualifiziert ?
Was wurde erarbeitet ?
Was steht im Bericht ?
Die meisten „Vorbereitungen“ werden durch die neuen BUK überhaupt nicht als irgendeine Maßnahme anerkannt.

Allerdings hast du ja auch noch mehr als genug Zeit… :smiley138:
 
Okay, danke !

Dass du am 21.8.23 gesagt hast, dass du kein Cannabis mehr konsumierst und am 25.9.23 mit 41ng Passivwert angehalten wurdest, bedeutet für den Gutachter, dass seine Prognose evtl. 14 Tage gehalten hat, aber nicht 5 Jahre.

Aus meiner Sicht spricht das für eine vertiefte Problematik.
Ich würde dir zu mindestens 12 Monaten AN raten.
@Karl-Heinz: was genau hat es mit den angesprochenen 5 Jahren auf sich ?

Gruß Dany
 
Die Prognose, die der Gutachter durch sein Gutachten stellt, bezieht sich auf den Zeitraum von 5 Jahren.
Er muss also bis zu 5 Jahre bei dem Kunden in die Zukunft schauen :smiley138:
 
Hallo,

Vielen Dank an Joost und Karl-Heinz für die Ganzen Nachrichten.




Ich hatte meine Vorbereitung bei der Firma On-MPU gemacht und konnte jetzt eigentlich nichts Negatives feststellen (war auf jeden Fall besser als meine erste damals beim TÜV) bin bis jetzt bei 15 Monaten Abstinenz und habe letzte Woche meinen Antrag zu wieder Erteilung gestellt. Vermutlich werde ich dann ca. 16-17 Monate Abstinenz haben zur MPU.




Ich habe alles gut aufgearbeitet und habe auch das kontrollierte Trinken gleichzeitig gemacht (Thema Sucht Verschiebung). Fühle mich auf jeden Fall sehr gut vorbereitet, weil ich weiß das diese MPU sehr schwer wird.



Habt ihr eventuell noch Tipps wie ich mich noch weiter vorbereiten könnte die letzten 2 Monate?




Mit freundlichen Grüßen
 
Vorgeschichte:

1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Zum ersten Mal habe ich von Illegalen Drogen in der Weiterführenden Schule gehört.

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Mai 2021

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Mai angefangen mit 1g pro Tag FR/SA. Bis Tagesklinik beginn Juli 2021 auf 2,5g pro Tag FR/SA. Während der Tagesklinik habe ich denn Konsum komplett eingestellt da es eine Voraussetzung war. Als die Tagesklinik Ende August vorbei war, habe ich wieder angefangen mit 1g FR/SA. Bis Dezember ist der Konsum auf 2g pro Tag FR/SA Gestiegen da ich mich an die 1g zu sehr gewöhnt hatte und ich mehr brauchte, um den gleichen Effekt zu erhalten. Das ging bis zum April 2022 so weiter, bis ich dann aufgehört habe, weil ich zu meinen Eltern zurückgezogen bin. Im Juni habe ich dann wieder mit 0,5g pro Tag FR/SA angefangen und bis zur Tat auf 2g gestiegen. Hauptsächlich FR/SA aber auch 2-mal im Monat unter der Woche. Am 12. Oktober habe ich dann aufgehört zu Konsumieren und habe meine Positive MPU gemacht. 2 Wochen nach der MPU habe ich im Oktober wieder angefangen mit 0,5g pro Tag Hauptsächlich FR/SA im September kam der Sonntag aber auch 2-mal dazu. Nach der Tat habe ich weiter konsumiert bis zum Januar ist es bei 0,5g pro Tag und ab und zu Sonntag geblieben. Dann stieg es auf 0,8g im Juni und blieb so bis August. Im September habe ich dann bis zum November aufgehört und dann im November habe ich wieder 0,5g pro Tag FR/SA Konsumiert. Anfang Dezember habe ich den Konsum dann eingestellt.


4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ab und zu mal ein Kölsch zu Anlässen wie Karneval oder Geburtstagen

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Nein

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Durch meinen Konsum habe ich einige negative Veränderungen bei mir festgestellt. Psychisch und charakterlich war ich oft motivationslos, schneller gereizt und teilweise gefühllos. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass meine Kreativität eingeschränkt war.
Auch familiär und sozial haben sich Dinge verschoben: Ich habe meinen Fokus stark auf den Freundeskreis gelegt, der ebenfalls konsumiert hat, und dabei andere Freundschaften sowie meine Familie vernachlässigt.
In meiner Freizeit habe ich insgesamt weniger unternommen und stattdessen viel Zeit damit verbracht, einfach nur mit diesen Freunden „abzuhängen“.
Bezogen auf meine Lebenssituation und meine Ziele hatte ich häufig das Gefühl, meine Zeit zu verschwenden und eher perspektivlos zu sein. Meine finanzielle Situation habe ich komplett verdrängt, Probleme vor mir hergeschoben und dadurch letztlich verschlimmert.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, weil sie ich sie verdrängt, habe.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Delikt 1: Gemessene Werte: THC 8,7 µg/l, OH-THC 5,8 µg/l, THC-COOH 60 µg/l
Delikt 2: Gemessene Werte: THC 1,5 µg/l, THC-COOH 41 µg/l

10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
In der Woche davor habe ich 0,5g FR/SA/SO konsumiert.

11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Tag der Tat nichts. Am vorhabend hatte ich 0,5g in einem Joint konsumiert.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Nein, ich hatte mich einfach mit meinen Freunden getroffen um zu Konsumieren.

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich bin an dem Abend ungefähr um 17:30 Uhr losgefahren zum Penny Parkplatz um mich dort mit mehreren Freunden zu Treffen und ein wenig zu Reden. Ich hatte mein Fahrzeug vor einem anderen stehen und als die Polizei kam, habe ich mein Fahrzeug von dort ein Stück vor in eine Freie Parklücke versetzt. Die Polizei hat dieses Umparken als Fluchtversuch gewertet. Bei der Überprüfung von mir kam mein BTM-Delikt aus dem Jahr 2022 zum Vorschein, und die Polizei wollte einen Urin Test machen. Diesen habe ich aus Schutzreflex abgelehnt und habe einen Konsum verneint.



15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ich bin 1KM von Zuhause zum Parkplatz gefahren.

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
2 Wochen nach der MPU bin ich wieder in Kontakt mit meinem alten Freundeskreis gekommen und habe dann wieder angefangen. Anfangs habe ich noch darauf geachtet, dass ich nach dem Konsum nicht mit dem Auto fahre, mit der Zeit sind dann die Zeiten zwischen dem Autofahren und dem Konsum immer kürzer geworden sodass ich immer wieder unter Drogeneinfluss gefahren bin.


17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich möchte keine Drogen mehr Konsumieren, und bei einem geplanten Alkohol Trinkens mache ich mir im Voraus einen Plan wie ich nach Hause komme.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
- Reaktionsgeschwindigkeit lässt nach.
- Geschwindigkeiten und Gefahren können schlechter eingeschätzt werden.
- Konzentration und Aufmerksamkeit ist schlechter.
- Spur kann nicht gut gehalten werden.
- fehlender Versicherungsschutz.


19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Bei Alkohol kommt es auf den Promille wert an der nach 1 Stunde ca. Anfängt abzubauen mit 0.1 Promille pro Stunde und bei Cannabis kommt es auf den Konsum an. Bei gelegentlichem bis 24 Stunden und bei Regelmäßigem mehrere Tage.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Täglicher Konsum führt zu Physischer Abhängigkeit, beeinträchtigt die Reaktion und Aufmerksamkeit, hat Einfluss auf die Motivation für wichtige Sachen und bringt oft eine Selbstkontrollen Verlust.

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Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Ich wollte damals meine Psychische Belastung damit verdrängen. Ich hatte schwere Depression aufgrund von in meiner Kindheit entstandenen Traumas die ich nicht verarbeiten konnte. Dafür bin ich dann in eine Therapie gegangen und konnte sehr viel aufarbeiten. Ich habe danach aber weiter konsumiert, weil sich während der Therapie meine damalige Freundin von mir getrennt hatte, und ich allein nicht klargekommen bin. Ich war so überfordert mit allen Sachen, die mir gegenüberstanden, dass ich lieber alles verdränge anstatt daran zu Arbeiten. Während der Zeit ist bei mir auch eine starke Kaufsucht entstanden und ich habe größere Menge an Schulden aufgebaut. Danach bin ich in Intensivere Gespräche mit einer neuen Therapeutin gegangen, habe aber währenddessen weiter konsumiert, bis es dann zu meiner ersten Tat kam. Währen der Vorbereitung habe ich an einigen Dingen gearbeitet, so dass ich erstmal stabil war und mich um alles kümmern konnte da ich von meiner Damaligen Freundin gestützt wurden und ich konnte mich von den Sachen, die noch da waren, ablenken. Paar Tag bevor ich die 1 MPU gemacht habe, hat sich meine Ex Freundin von mir dann getrennt und mir ist wieder aufgefallen, wie allein ich mit dem ganzen bin. Ich habe immer noch meine Finanziellen Probleme, weil ich diese Schulden vorher aufgebaut hatte. Deswegen musste ich dann auch zu meinen Eltern zurück ziehen wo die ganzen Traumas aus meiner Kindheit entstanden sind. Durch einen Halbbruder, der durch einen Autounfall Körperlich und geistig eingeschränkt und immer wieder Probleme mit Starken Drogen und Alkohol hat ist, ist dort immer nur stress gewesen und ich konnte dem nicht aus dem Weg gehen, da ich weder die Finanziellen Mittel hatte wieder ausziehen noch konnte ich dem ganzen irgendwie anders aus dem Weg gehen. 2 Wochen nach der MPU habe ich dann wieder aktiv, denn Kontakt zu meinem Damaligen Freundeskreis gesucht, um mit diesen zu konsumieren damit ich mich von den ganzen Problemen, die ich habe, ablenken kann und wieder was mit den Personen zu machen die ich lange nicht gesehen hatte.

22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Meine Eltern fanden den Konsum nicht gut, weil sie wussten das ich nur wieder versuche etwas zu verdrängen, das habe ich allerdings ignoriert.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Trennungen von Partnern da ich meine ganze Sicherheit nur durch diese bekommen habe.

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)
Im November 2024 habe ich mit dem Freundeskreis, mit dem ich konsumiert habe, geredet und diesen erzählt das ich nicht möchte das es so weiter geht und ich aufhören möchte. Diese haben meine Entscheidung respektiert und wollten dann selbst auch aufhören da diesen auch klar geworden ist das sie mit dem Konsum nicht weiterkommen.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Konsumpause zwischen September bis November.

27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich habe für mich keinen Ausweg gesehen. Es hat sich so angefühlt das egal was ich mache ich keine Möglichkeit habe von zuhause auszuziehen oder die Schulden abzuzahlen. Deswegen habe ich mich für diese Wahl entschieden.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Wenn ich weiter konsumiert hätte, und immer weiter meine Probleme verdrängt hätte wäre ich für eine Drogenabhängigkeit gefährdet gewesen.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein

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Wieso passiert das nicht wieder?

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ich hätte vorzeitig an Problemlösungen arbeiten sollen.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Ich möchte an meinen Problemen, die entstehen könnten, weiterarbeiten. Seit dem Start meiner Abstinenz konnte ich meine Finanziellen Probleme beseitigen, bin bei meinen Eltern ausgezogen und habe den Job, der mir kein Spaß macht, gekündigt und mache eine Weiterbildung zu einem Beruf, der mir wirklich Spaß auch in Zukunft machen wird.

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Der Wendepunkt war für mich ein langer Prozess des Umdenkens. Ich hatte sowas wie ein umschalten in meinem Kopf das der Konsum mir nicht guttut und ich im Leben nicht vorankomme. Ich habe dann aber noch mit den Freunden weiter geraucht, um den Kontakt nicht zu verlieren. Im September habe ich mich dann einen Zeitraum von den Freunden distanziert aber habe sie im November wieder getroffen. Ich habe dann mit den Freunden darüber geredet, dass ich aufhören will, die mich in meiner Absicht unterstützt haben und selbst das Interesse hatten aufzuhören. Sodass wir uns dann gegenseitig unterstützen konnten. Zudem habe ich viel mit meinem guten Freund darüber geredet, der nichts mit Drogen zu tun hat. Ab Dezember habe ich dann nichts mehr geraucht.


33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Durch einen gelegentlichen Konsum besteht auch das Risiko zurück in alte Muster zu fallen.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Der Verzicht war nicht so einfach für mich. In den ersten 2-3 Wochen hatte ich gerade abends immer wieder Gedanken an den Konsum und wusste nichts mit mir anzufangen. Dazu kamen Schlafschwierigkeiten in den ersten 2 Wochen. Dann habe ich angefangen, wieder mehr meinen Hobbys nachzugehen und abends dann angefangen viel zu lesen. Das Ganze war eine Umstellung für mich, die 1-2 Monate gedauert hat. Danach wurde dieser neue Alltag dann aber normal für mich.


35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Geholfen haben mir viel meine Eltern, die ich um Hilfe gebeten habe, um finanziell wieder sicher zu werden und selbständig zu Leben. Auch haben mir Freunde geholfen, die nie konsumiert haben, die wussten welche Risiken bei mir vorhanden sind und haben mir oft Gesellschaft geleistet. Zuletzt haben die Freunde die Konsumiert haben auch Unterstützung geboten. Wir haben und gegenseitig geholfen das wir aufhören.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Mein Umfeld hat Positiv darauf reagiert und sind glücklich das ich über die Dinge, die ich Privat gehalten habe, nun Reden kann um sie besser zu verarbeiten.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Mittlerweile sind es Keine Drogenbekannten mehr. Wir sind zu richtigen Freunden geworden, die sich unterstützen. Seitdem wir aufgehört haben, machen wir andere Dinge zusammen die viel mehr Spaß machen.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Nein

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich distanziere mich.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Weiter abstinent Leben

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich würde auch geringen Konsum als Rückfall anerkennen und es nicht verharmlosen. Wenn ich mich in einer Situation befinde, die ein Rückfallrisiko erhöht suche ich meine Hilf stellen auf die wären:
Meine Therapeutin oder eine Beratungsstelle für Hilfe
Meine Freunde oder Meine Familie

Während ich mir wo anders Hilfe suche werde ich gleichzeitig auch für mich selbst versuche zu reflektieren was der Grund dafür war um diesen zu beseitigen.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?

Ich praktiziere das Kontrollierte Trinken.

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Zusätzlich für Wiederholungstäter

44. Wie lange haben Sie nach der letzten Begutachtung (MPU, FÄG) pausiert?
Meine MPU hatte ich am 03.08.2023 und am 18.03.2023 Habe ich das erste mal wieder konsumiert.

45. Was war der Auslöser für Ihr erneutes Fehlverhalten?

Paar Tag bevor ich die 1 MPU gemacht habe, hat sich meine Ex Freundin von mir dann getrennt und mir ist wieder aufgefallen, wie allein ich mit dem ganzen bin. Ich habe immer noch meine Finanziellen Probleme, weil ich diese Schulden vorher aufgebaut hatte. Deswegen musste ich dann auch zu meinen Eltern zurück ziehen wo des ganzen Traumas aus meiner Kindheit entstanden sind. Durch einen Halbbruder, der durch einen Autounfall Körperlich und geistig eingeschränkt ist und immer wieder Probleme mit Starken Drogen und Alkohol hat, ist dort immer nur stress gewesen und ich konnte dem nicht aus dem Weg gehen, da ich weder die Finanziellen Mittel hatte wieder ausziehen noch konnte ich dem ganzen irgendwie anders aus dem Weg gehen. 2 Wochen nach der MPU habe ich dann wieder aktiv, denn Kontakt zu meinem Damaligen Freundeskreis gesucht, um mit diesen zu konsumieren damit ich mich von den ganzen Problemen, die ich habe, ablenken kann und wieder was mit den Personen zu machen die ich lange nicht gesehen hatte.


46. Wieso hat es sich bei dem erneuten Fehlverhalten nicht um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt?

Ich habe nach meinem Rückfall verharmlost und habe keine Hilfe gesucht, sondern einfach versucht alles wieder zu verdrängen.

47. War Ihr Verhalten schlimmer oder weniger schlimm als vor der ersten Auffälligkeit?

Mein Konsum war vor der Ersten Auffälligkeit Höher allerdings würde ich bei keinem der beiden sagen das sie Schlimmer waren, weil beide Verhalten aus meiner Sicht Schlimm waren da ich schon früher an Problemen hätte arbeiten können.

48. Warum hat es sich so entwickelt?

Weil ich nicht an den Problemen gearbeitet habe und es so immer weiter verschlimmert habe.

49. Was haben Sie gegenüber dem vorhergehenden Versuch geändert?

Ich habe Meine Kredite abgezahlt, ich bin finanziell wieder sicher und muss mich nicht Stressen wegen Minus auf dem Konto.
Ich bin von meinen Eltern ausgezogen und lebe seit Juli 2025 wieder mein Eigenständiges Leben.
Mein Halbbruder, der bei meinen Eltern gelebt hat, ist nun in einem Pflegeheim, sodass meine Eltern auch weniger gestresst sind und öfter ihre Hilfe anbieten.
Ich habe den Job, der mir kein Spaß gemacht hat durch Hilfe meiner Hausärztin, mit der ich ein Intensives Gespräch geführt habe auf ärztlichen Rat gekündigt, sodass ich von dort aus direkt in eine Bezahlte Weiterbildung gehen konnte. Dadurch habe ich die Möglichkeit gehabt mir einen komplett neuen Beruf aussuchen, der mir Spaß macht.
 
Ich würde dir zu mindestens 12 Monaten AN raten.
ich halte das für zu niedrig gegriffen. Eine MPU nach einer bestandenen wird hammerhammerhart.
Mit 15 sehe ich eine Chance, und zwar mit einer satten schönen Abstinenzentscheidung, nachdem Du erkannt hast, dass Du ein echtes Drogenproblem hast - oder besser: ein psychisches, für das Du Lösungsversuche brauchst.
Cave: nach einer Abstinenzentscheidung bist Du bereits beim nächsten Fund von 2ng aktiv wieder MPU-fällig, sofern die FsSt das mitbekommt, weil dann die FsSt sieht, dass Du es immer noch nicht schaffst, Dich an Deine Pläne zu halten und die Wiedererteilung des FS ein Fehler war.
Und jede MPU wird schwerer zu schaffen sein.

Wenn Du also auch mittel- bis langfristig ein Fahrzeug führen magst, würde ich dringend einladen wollen, Dein Problem ernst zu nehmen. Könnte was mit "Spass" zu tun haben ...

Nur am Rande:
Dadurch habe ich die Möglichkeit gehabt mir einen komplett neuen Beruf aussuchen, der mir Spaß macht.
und wenn der wegbricht und es erstmal Schluss mit lustig ist?
 
Bin aktuell bei 15 Monaten AN zur MPU wird es 16-17 sein.


Wenn der Job auch wegfallen sollte irgendwann mal (bin ja noch in Umschulung) weiß ich das ich auch immer noch andere Sache machen kann, gleichzeitig habe ich genug stellen die mir Helfen wieder in einen neuen Job zu Finden. Ich hatte im Juli 25 meinen Job gewechselt aber im gleichen Berufsfeld. Ich habe nach 2 Monaten schon gemerkt das es mir immer schlechter ging mit dem Job. Also habe ich Gespräche geführte mit Ärzten und meinen Eltern. Dadurch bin ich dann überhaupt erst zu der Umschulung gekommen. Da konnte ich lernen das es aus jeder Situation einen Weg heraus gibt.
 
@joost
Danke, lieber @joost, für den Hinweis.
Ich hatte an erfolgreiche Therapie gedacht…

@Tobi_Bchn
Ich finde deine psychologische Aufarbeitung noch völlig unzureichend, so dass es imho noch keinen Sinn ergibt, diesen im Einzelnen zu kommentieren.

3 Dinge sehe ich als besonders problematisch an:

1. Therapien bringen bei dir offenbar gar nix. Gerade mal in der TK zusammengerissen ( UK ? ) und bei ambulanter weitergekifft.
Das spricht für eine „hohe“ Problemtiefe.

2. Du hast doch vorher nur sehr selten Alkohol konsumiert, nun fängst du mit kT an, uiuiui…
Das schreit für mich geradezu nach Suchtverlagerung.
Hast du Nachweise bzgl. kT ?

3. Du schreibst von Traumata, die im „Elternhaus“ entstanden sind.
Nun „musstest“ du nicht nur dorthin zurück, sondern deine Eltern unterstützen dich.
Das klingt für mich zum Einen emotionsbelastet und zum Anderen -ohne weitere Erklärung- unglaubwürdig.

Denkst du noch an den Profil-FB zur Vervollständigung des Gesamtbildes ?

Und nicht verzweifeln, sondern an deiner Aufarbeitung arbeiten.
Wir helfen dir sehr gerne dabei :smiley138:

P.S.: Ich weiß ja nu nich, welcher Art diese Vorbereitung war. Aber aus meiner Sicht für die Katz, sorry !
 
zunächst: sorry für meine Wiederholung da oben, ich hatte bisschen die Übersicht im Thread verloren.
Was mir ins Auge gestochen ist:

Dafür bin ich dann in eine Therapie gegangen und konnte sehr viel aufarbeiten. Ich habe danach aber weiter konsumiert,
jup. Das ist ehrlich, zeigt aber, dass die Therapie nix wert war. Der Gutachter würde an dieser Stelle neugierig sein, ob Du das auch erkannt hast und nach dem erneuten Vorfall Konsequenzen gezogen hast....

Sodass wir uns dann gegenseitig unterstützen konnten.
Bis hierher hört es sich so an, als ob Deine zukünftige Stabilität von den Entscheidungen anderer abhängig ist.

Diese haben meine Entscheidung respektiert und wollten dann selbst auch aufhören da diesen auch klar geworden ist das sie mit dem Konsum nicht weiterkommen.
ziemlich unglaubwürdig, sorry. Und selbst wenn: was, wenn es die Jungs nicht hinbekommen?
Neinnein... der Gutachter will schon sehen, dass ->DU für ->DICH die Verantwortung übernimmst (und das auch hinbekommst). Da würde mit ziemlicher Sicherheit die Frage kommen: Was machen Sie, wenn einer aus ihrem Freundeskreis kippt? Ist das schon passiert? Wie haben sie reagiert? .... und wenn dann Geschichtelchen kommen, wo der Gutachter merkt, dass es Phantasie und nicht echt erlebt ist, wirds ziemlich kritisch....

Regel Nr.1: Kümmere Dich um die H-null, riskiere NIE, dass dem Gutachter Zweifel an Deiner Ehrlichkeit kommen. Sonst ist die MPU vorbei.

(wird später fortgesetzt)
 
1. Therapien bringen bei dir offenbar gar nix. Gerade mal in der TK zusammengerissen ( UK ? ) und bei ambulanter weitergekifft.
Das spricht für eine „hohe“ Problemtiefe.
Ich hätte dazu erwähnen sollen das ich in keinerlei Hinsicht wegen einer Sucht noch Cannabis in Therapie war. Ich war aufgrund starker Depressionen dort. In der Tagesklinik wurde mir die Diagnose Borderline gestellt, diese habe ich auch in meiner ersten MPU angegeben. Während der Zeit musste ich aufhören da es eine Voraussetzung war. Ich hatte keinerlei Gespräche geführt über mein Konsum meine Therapeutin wusste allerdings über meinen Konsum Bescheid.
2. Du hast doch vorher nur sehr selten Alkohol konsumiert, nun fängst du mit kT an, uiuiui…
Das schreit für mich geradezu nach Suchtverlagerung.
Hast du Nachweise bzgl. kT ?
Dieses wurde mir in der Vorbereitung geraten Tatsächlich. Ich Trinke kein Alkohol aber laut ihm wäre es Sinnvoll dies zu tun um eine Suchtverlagerung zu verhindern was ich quatsch fand. Vielleicht doch ein wenig unseriös die Vorbereitung.
3. Du schreibst von Traumata, die im „Elternhaus“ entstanden sind.
Nun „musstest“ du nicht nur dorthin zurück, sondern deine Eltern unterstützen dich.
Das klingt für mich zum Einen emotionsbelastet und zum Anderen -ohne weitere Erklärung- unglaubwürdig.
Meine einzige Option war es zurück zu gehen deswegen habe ich es als ich „muss“ gesehen. Natürlich haben sie mich dort unterstützt und ich kann glücklich sein das ich nicht auf der Straße gelandet bin. Ich wollte jetzt nicht 100% ins Detail gehen und meine ganze Kindheit online offenlegen. Dort ist eine volle Erklärung vorhanden.
Denkst du noch an den Profil-FB zur Vervollständigung des Gesamtbildes ?
FB Drogen

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Alter: 25

Was ist passiert?
Drogensorte: Cannabis
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): Ca. 1 Jahr vor 1 MPU und Ca. 1 Jahr nach der MPU
Datum der Auffälligkeit: 25.09.2022 & 25.09.2023

Drogenbefund
Blutwerte: 1. THC: 8.7ng COOH: 60ng 2. THC: 1.5ng COOH 41ng
Schnelltest: abgelehnt
Beim Kauf erwischt: Nein
Nur daneben gestanden: Nein

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Polizei hat sich mit den Blutwerten gemeldet: Ja
Verfahren gegen Bußgeld eingestellt: Nein
Verurteilt: Ja
Strafe abgebüßt: Ja

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja 07.02.2025
Hab ich neu beantragt: Ja
Habe noch keinen gemacht: Nein

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?:
- 28.03.2021 Anordnung bzw. Zulassen der Inbetriebnahme eines Fahrzeugs, obwohl die Verkehrssicherheit durch einen nicht vorschriftsmäßigen Zustand des Fahrzeugs wesentlich beeinträchtigt, war gegen 18:00


- 17.04.2021 Führen als Halter eines Kraftfahrzeugs bzw. dessen Anhänger, obwohl dessen Reifen kein ausreichendes Profil oder Einschnitt-Tiefe besaßen gegen 19:40.


- 02.09.2022 Anordnen bzw. Zulassen der Inbetriebnahme eines Fahrzeugs, obwohl die Betriebserlaubnis erloschen, war gegen 13:40.


- 16.09.2022 Als Führer des Kraftfahrzeugs verbotswidrig ein elektronisches Gerät, das der Kommunikation, Information oder der Organisation dient oder zu dienen bestimmt ist in vorschriftswidriger Weise benutzt gegen 12:30

(Alle dinge wurden in der Ersten MPU besprochen und sind nicht wieder aufgefallen bis zum Entzug)


Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: NRW


Konsum
Ich konsumiere noch: Nein
letzter Konsum: 01.12.2024

Abstinenznachweis
Haaranalyse: 2x 6 Monate (02.06.2025 & 25.11.1025)
Urinscreen: Nein
Keinen Plan:

Aufarbeitung
Drogenberatung:/
Selbsthilfegruppe (SHG):/
Psychologe: ON-MPU vorbereitung
Ambulante/stationäre Therapie:
Keine Ahnung:

MPU
Datum: noch kein Termin
Welche Stelle (MPI): Haco MPU Koblenz
Schon bezahlt?: Nein
Schon gehabt?: Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bist du Rückfalltäter?:
Ja
 
Bis hierher hört es sich so an, als ob Deine zukünftige Stabilität von den Entscheidungen anderer abhängig ist.
Ich verstehe die Ansicht, allerdings sind diese nicht mehr mein einziges Umfeld. Ich wohne mittlerweile etwas entfernt von diesen sogar, und man macht vielleicht 2-3 mal was im Monat. Bis jetzt ist es zum Glück von keinem zu einem Rückfall gekommen, aber mir ist bewusst das mein Risiko erhöht wäre wenn diese einen Rückfall erleiden, und mich dazu verleiten wollen dieses auch zu tun. Deswegen weiß ich das ich dann an anderen Anlaufstellen darüber reden muss, und mich von dieser Person distanzieren muss, um mein Risiko zu verkleinern. Was könnte ich weiteres dort tun um glaubwürdiger zu wirken?
 
Ich hätte dazu erwähnen sollen das ich in keinerlei Hinsicht wegen einer Sucht noch Cannabis in Therapie war. Ich war aufgrund starker Depressionen dort. In der Tagesklinik wurde mir die Diagnose Borderline gestellt, diese habe ich auch in meiner ersten MPU angegeben. Während der Zeit musste ich aufhören da es eine Voraussetzung war. Ich hatte keinerlei Gespräche geführt über mein Konsum meine Therapeutin wusste allerdings über meinen Konsum Bescheid.
Das spielt keine Rolle.
Eine Therapie ist nur Erfolg versprechend ohne psychotrope Substanzen im Hirn…

Dieses wurde mir in der Vorbereitung geraten Tatsächlich. Ich Trinke kein Alkohol aber laut ihm wäre es Sinnvoll dies zu tun um eine Suchtverlagerung zu verhindern was ich quatsch fand. Vielleicht doch ein wenig unseriös die Vorbereitung.
Ich glaube nicht nur ein wenig.

Meine einzige Option war es zurück zu gehen deswegen habe ich es als ich „muss“ gesehen. Natürlich haben sie mich dort unterstützt und ich kann glücklich sein das ich nicht auf der Straße gelandet bin. Ich wollte jetzt nicht 100% ins Detail gehen und meine ganze Kindheit online offenlegen. Dort ist eine volle Erklärung vorhanden.
Wie schon gesagt, ich zumindest empfinde es als nicht „natürlich“.
Und dass es auch immer andere Möglichkeiten gibt, zumindest dann, wenn man erwachsen ist.

Was du hier offenlegst, ist natürlich deine Entscheidung.

Nur kann zumindest ich dir dann bei der Aufarbeitung nicht helfen.
Ohne Input kein Output.
 
Was könnte ich weiteres dort tun um glaubwürdiger zu wirken?
Gar nix.
Du musst glaubwürdig sein.
Das geht nur mit schonungsloser Offenheit und lupenreiner psychologischen Aufarbeitung.

Bei dir kommt ja noch erschwerend hinzu, dass du schon vor dem Gespräch als jemand eingestuft werden wirst, der bei der 1.MPU gelogen haben muss, bis sich die Balken biegen.
Auch das wirst du sehr gut begründen müssen, warum genau das so war.
Bedeutet, dass du insbesonders mehr auf H0 geprüft werden wirst als vielleicht andere, die diesen Stempel nicht tragen.

Deine MPU wird ein „Brett“…
 
Diagnose Borderline
Für mich wäre "Borderline" zunächst eine gern mal falsch diagnostizierte Komplextraumastörung. Da lehne ich mich jetzt einfach mal aus dem Fenster. Wenn wir also mal würdigend (!) davon ausgehen, dass Drogen und Alk ein Lösungsversuch sind* - wofür dann genau?
Grab mal bisschen Richtung Emotionen...

und ja, glaubwürdig wird man am ehesten dann, wenn man bei der Wahrheit bleibt.
Glaubwürdig ...da steckt das Wort "Würde" drin. Das ist was Beeindruckendes!

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* ebenso wie die Depressionen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube nicht nur ein wenig.
Also sollte ich lieber dabei bleiben das ich keinen Alkohol Trinke? Das würde ich auch als richtig ansehen als zu Lügen.
Wie schon gesagt, ich zumindest empfinde es als nicht „natürlich“.
Und dass es auch immer andere Möglichkeiten gibt, zumindest dann, wenn man erwachsen ist.
Für mich war Finanziell keine andere Möglichkeit möglich, ohne mich komplett in den Ruin zu Treiben. Ich habe ja mittlerweile eine andere Möglichkeit gefunden, und bin dem aus dem Weg gegangen, und habe so eine Veränderung verursacht.
Nur kann zumindest ich dir dann bei der Aufarbeitung nicht helfen.
Ohne Input kein Output.
Mir würde reichen, wenn die Sachen die ich hier angebe genug Aufarbeitung erhalten. Durch die Therapien (auch wenn sie nicht dem 100% Erfolg entsprochen haben, da ich weiter Konsumiert habe) habe ich genug Informationen, um über dieses Thema offen mit dem Gutachter zu Sprechen. Das meiste habe ich tatsächlich in der 1 MPU schon offen gelegt, und steht im Gutachten. Mir ist deswegen bewusst das ich dieses noch weiter ausführen muss, und das kann ich auch.
Bei dir kommt ja noch erschwerend hinzu, dass du schon vor dem Gespräch als jemand eingestuft werden wirst, der bei der 1.MPU gelogen haben muss, bis sich die Balken biegen.
Gelogen würde ich nicht aktiv sagen. Ich konnte meine Vorsätze die ich mir vorgesetzt hatte für Risiko Situation nicht umsetzen, und habe mich zu sehr auf meine damalige Freundin Gestützt. Zusätzlich konnte ich nicht offen genug mit meinen Problemen umgehen, um die gravierenden Problemen zu bewältigen.
Wenn wir also mal würdigend (!) davon ausgehen, dass Drogen und Alk ein Lösungsversuch sind* - wofür dann genau?
Es war für mich eine Hilfe Negative Gedanken zu verdrängen, und die Probleme von mir wegzuschieben. So konnte ich mich unbeschwerter Fühlen, ohne an das Große ganze zu müssen. Mir ist bewusst dass das Total Kontraproduktiv ist, und wenn ich viel Früher Sachen angegangen wäre, auch früher z.b. aus meinem Elternhaus wieder ausziehen hätte können. Aber es war meine Wahl zu Konsumieren, und dort zu bleiben, weil es schlicht weg Leichter war.
und ja, glaubwürdig wird man am ehesten dann, wenn man bei der Wahrheit bleibt.
Das möchte ich auch sein. Die MPU kostet ein Haufen Geld, und ich möchte dieses nicht rauswerfen, weil etwas unglaubwürdig ist.
Deswegen bin ich euch sehr Dankbar für die Hilfestellung.
 
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